Evo2Step - 2-Schritt-Fügeverfahren von EVOSYS auf der Überholspur
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Das bewährte Evo2Step Fügeverfahren erfreut sich vor allem im Bereich der Elektromobilität zunehmender Beliebtheit. Das 2-Schritt-Schweißverfahren für Komponenten aus dem gleichen Material ist nicht nur ressourcenschonend, sondern auch energieeffizient und umweltfreundlich.
Erlangen, September 2024: Dank des technischen Fortschritts und der Verfügbarkeit neuer Materialien gewinnt das direkte Laserschweißen neue Möglichkeiten. Neue Anwendungsbereiche werden entwickelt und bearbeitet.
Beim 1-Schritt-Laserschweißen (Laserdurchstrahlschweißen) werden einzelne, bereits zusammengesetzte Teile als Baugruppe bearbeitet. Dabei ist es wichtig, dass eine der Komponenten lasertransparent und die andere laserabsorbierend ist. Der Laser durchdringt die obere Komponente, strahlt auf den absorbierenden Teil und schmilzt die Schweißnaht. Gleichzeitig werden beide Teile mit hoher Klemmkraft fest zusammengepresst. Das Ergebnis ist eine materialschlüssige Verbindung.
Ist jedoch die Materialstärke der Bauteile im zu durchdringenden Bereich zu hoch oder steht aufgrund kundenspezifischer Anforderungen kein laserdurchlässiges Material zur Verfügung, stoßen 1-Schritt-Schweißverfahren an ihre Grenzen.
Im Vergleich zum 1-stufigen Fügeverfahren gibt es beim 2-stufigen Fügeverfahren, Evo2Step, fast keine Einschränkungen in Bezug auf Materialstärke, Leitfähigkeit oder Farbvielfalt. Bei diesem Schweißverfahren werden die beiden Komponenten im ersten Schritt separat an der Oberfläche aufgeschmolzen und im zweiten Schritt zusammengefügt und verpresst. Die Verwendung von Komponenten aus demselben Material ermöglicht eine größere Auswahl an Kunststoffen. Das bedeutet, dass auch Komponenten aus der gleichen Spritzgussform verwendet werden können, da die Eigenschaft „lasertransparent“ nicht erforderlich ist.
Die Vorteile des Laserschweißens bleiben unabhängig vom verwendeten Verfahren dieselben. Zum Beispiel wird die Wärme selektiv und kontrolliert eingesetzt, so dass die Nahtbreite und die Schweißtiefe sehr genau definiert werden können.
Im Gegensatz zum Heißgasfügen benötigt das Evo2Step-Verfahren nicht mehr Energie, istCO2-arm und erfordert keine großen Investitionen in Spannwerkzeuge, Gasquellen und zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen. Kürzlich wurden zwei Projekte aus der Automobilindustrie erfolgreich mit dem Evo2Step-Verfahren realisiert und fest in die Produktionslinie des Kunden integriert. „Alle Designanforderungen wurden ohne Einschränkungen umgesetzt. Dank der hohen Energieeffizienz des Fügeprozesses konnten wir sogar die Kosten senken“, so Geschäftsführer Holger Aldebert.
Über EVOSYS:
Die Evosys Laser GmbH entwickelt und fertigt am Standort Erlangen kundenspezifische Systeme zum Laserschweißen von Kunststoffen. Mit der langjährigen Markt- und Prozesserfahrung seiner Mitarbeiter bietet das Unternehmen weltweit kreative und innovative Lösungen zur Integration in Automatisierungslösungen. Ein Servicepaket, das von der Designberatung bis zur Musterfertigung im eigenen Technikum reicht, rundet die Angebotspalette ab.
Für sein patentiertes AQW-Laserschweißverfahren wurde das Unternehmen 2022 mit dem Bayerischen Innovationspreis ausgezeichnet. Außerdem erhielt es Auszeichnungen bei Wettbewerben wie dem Deutschen Gründerpreis, dem Bayerischen Gründerpreis und BAYERNS BEST 50. EVOSYS wurde bereits zum 3. Mal als TOP 100 Innovations-Champion ausgezeichnet. Es bestehen intensive Kontakte mit dem Universitätsstandort Erlangen-Nürnberg und dem Bayerischen Laserzentrum. Die Evosys Gruppe besteht derzeit aus vier Unternehmen, der Muttergesellschaft Evosys Laser GmbH, der Tochtergesellschaft Evosys Laser Services GmbH und den Tochtergesellschaften Evosys (Suzhou) Laser System Co., Ltd. in China und Evosys North America Corp. in den USA.

